Russische Spätaussiedler in Landshut

Zur Zeit Katharinas der Großen und später Alexander des Ersten siedelten sich
viele deutsche Auswanderer in Russland an. Als der Erste Weltkrieg ausbrach,
wurden die Russlanddeutschen, aus deren Reihen viele in der Armee kämpften,
als „potentielle Verräter“ gesehen. Die antideutsche Stimmung hielt auch unter der
Herrschaft Stalins weiter an. Spätestens mit der Machtergreifung der
Nationalsozialisten in Deutschland wurden die Russlanddeutschen sogar als
„innerer Feind“ betrachtet. Nach der Stalinzeit ermöglichten ihnen die Sowjets
die Rehabilitation. In den 1960er Jahren begann schließlich langsam die Ausreise
von Russlanddeutschen in die Heimat ihrer Ahnen nach Deutschland. Wir haben
eine Familie besucht, die nun ihren Verwandten nach Niederbayern gefolgt ist und
in Landshut ein neues Leben beginnt.